Feuer und Flamme – 24 Stunden lang Der Einsatzleiter hat das Kommando - Ähnliche Beiträge Bild vergrößern

Feuer und Flamme – 24 Stunden lang

„Stell dir vor, du drückst auf den Feuermelder und die Feuerwehr drückt sich!“

Dann würde man alt aussehen, wenn man in Not geraten ist. Damit so etwas nicht passiert, habe ich mich vor vielen Jahren dazu entschieden, in die Feuerwehr in meiner Heimatstadt Helmbrechts und damit auch in die Fußstapfen meines Vaters zu treten. Diese Entscheidung bereue ich nicht, da es nicht nur ein ehrenamtliches Hobby, sondern genau genommen auch eine Lebenseinstellung ist. Während sich andere Gleichaltrige am Sportplatz austoben, verbringe ich meine Zeit damit, für den Ernstfall sicher und gerüstet zu sein.

Um jugendlichen Feuerwehrleuten eine realistische Einsatzsituation zu simulieren, veranstalten viele Feuerwehren jährlich einen „24h-Berufsfeuerwehrtag„. Was das denn eigentlich genau ist, möchte ich euch hier erklären.

Erst einmal Grundlegendes zu der Veranstaltung…

Wie der Name schon sagt, dauert die Aktion 24 Stunden. Das bedeutet, dass man an einem Samstag (meistens um Pfingsten) um 12 Uhr mittags in der Feuerwehr eintrifft. Dort wird sich dann mit Feldbetten und auch Schlafsachen häuslich eingerichtett, denn in diesem Zeitraum übernachtet man sogar im Feuerwehrhaus. Die Jugendlichen werden anschließend auf die verschiedenen Lösch- und Sonderfahrzeuge aufgeteilt. So wird ein Berufsfeuerwehrtag simuliert, wie er alltäglich auch in Großstädten ist. Dieses Jahr waren wir selbst für die Aufteilung verantwortlich. Es sollte jeder Jugendliche, auch die ganz jungen, einmal eine Führungsposition ausüben, um die Angst und den Respekt vor der großen Verantwortung zu verringern.

Ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Es passiert dann während der Dienstzeit des Öfteren, dass man nachts seelenruhig auf seinem Bett liegt oder gerade beim Essen ist und plötzlich wird eine Alarmierung über Lautsprecher durchgesagt… der Adrenalinspiegel steigt… rasant wird die Schutzkleidung übergezogen.. dann wird Usain Bolt würdig in die Fahrzeughalle gesprintet, wo die ganzen Fahrzeuge nur auf die Besatzung warten. Mit Blaulicht und Martinshorn wird dann zusammen zur Einsatzstelle gefahren, um so schnell wie möglich Hilfe zu leisten.

Die Nacht verbrachten wir schlaflos

Und was passiert bei einer Übung?

Am „Einsatzort“ gilt es, schnell einen Überblick zu bekommen und durchdachte Handgriffe zu veranlassen. Der Einsatzleiter – ebenfalls ein Jugendlicher – hat dabei das Kommando und gibt konkrete Befehle an die Gruppenführer. Diese sind wieder unabhängig die Chefs über ein eigenständiges Fahrzeug und koordinieren dann die eigene Mannschaft. Mit Funkgerät und auffälliger Weste ausgerüstet, halten die Gruppenführer mit dem Einsatzleiter stetig Kontakt, um gemeinsam die Gefahr abzuwenden.

Es ging heiß her.. WASSER MARSCH!

Die meisten Einsätze sind natürlich nur Übungen. Verletzte werden nur bei Großübungen von echten Menschen gespielt. Für kleinere und gefährlichere Übungen werden Dummies verwendet, um niemandem zu schaden. Allerdings ist es immer wieder ein Highlight, wenn auf einmal richtige Flammen lodern und man wirklich löschen muss. So haben die Ausbilder die Möglichkeit, uns jungem Nachwuchs die besten Einsatztaktiken am realen Objekt zu zeigen.

Hier findet ihr zum Schluss noch ein Video von einem Berufsfeuerwehrtag einer anderen Wehr, um euch einen bildlichen Eindruck zu ermöglichen. Seht es euch an!

Hinterlasst unten gerne eure Meinung zu Feuerwehr & Co., ich würde mich freuen!

Ausbildungsberuf: Technischer Systemplaner für Stahl- und Metallbautechnik Lieblingsbeschäftigung: Auf Bauernhof mithelfen
Super Held der Kindheit: Hulk Musikgeschmack:   Hardstyle, Neue Deutsche Härte, Charts
Einmal Kaffee trinken mit: Günther Jauch Ohne diese App geht garnichts: Whatsapp
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