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Wie hält sich ein Eishockeyspieler im Sommer fit? – Interview mit Niki Meier

Die Eishockeysaison ist vorbei! Doch wie hält sich ein Eishockeyspieler im Sommer fit und was macht er sonst noch in seiner freien Zeit? Das erzählt uns Niki Meier, Spieler beim VER Selb und Projektmanager im Bereich Tageslichtsysteme bei LAMILUX, im Interview mit unserer Azubibloggerin Vivien.

DER SPORTLER

Auf was freust du dich nach der Eishockey Saison am meisten?

Auf die freie Zeit und vor allem, dass ich ganz viel Zeit mit Familie und Freundin verbringen  kann. In der Sommerpause hole ich das nach, was ich am Wochenende durch Eishockeyspiele nicht machen kann.

Hast du besondere Hobbies, für die du dir im Sommer Zeit nimmst?

Inline-Hockey mag ich besonders, aber auch alle anderen Wassersportarten begeistern mich. Und seit dem ich in Selb wohne, gehe ich auch des Öfteren mal Paint-Ball spielen. (lacht)

Wie lange ist die Sommerpause, also komplett ohne Training?

Jetzt haben wir ja gerade eine etwas längere Pause, da wir bereits seit Anfang März keine  Play-Offs mehr spielen. Ich bevorzuge allerdings eine Trainingsgruppe mit zwei bis drei Leuten, alleine macht es einfach keinen Spaß, da der innere Schweinehund einfach zu groß ist. Ab Mitte August nehmen wir dann das gemeinsame Training wieder auf.

Wie sieht das Sommertraining aus?

Ein offizielles Sommertraining gibt es nicht. Jeder trainiert individuell. Bei Vertragsbeginn, werden dann entsprechende Leistungstests gemacht. Fallen diese schlecht aus, muss man „nachsitzen“. Außerdem habe ich einen Fitnesstrainer, der mir einen Plan erstellt und so genau auf meine Bedürfnisse eingeht. So trainiere ich ca. 4 x2 Stunden pro Woche.

Hast du einen bestimmten Essensplan bzw. Diätplan?

Nein, den habe ich nicht. Ich habe schon so eine grobe Vorgabe, was gesund ist und was nicht, aber das meiste ist Eigenintuition. Dass ich vor dem Spiel jetzt nicht einen fetten Schweinebraten verputzen sollte, das versteht sich von selbst.

Wolltest du als Kind schon Eishockeyspieler werden?

Ja, mein Vater hat mich zum Eishockey gebracht und meine Eltern meinen auch immer, ich hätte das Schlittschuhfahren vor dem Laufen gelernt. Im Alter von zirka zwei Jahren stand  ich das erste Mal auf dem Eis und da fühle ich mich auch richtig wohl. 26 Jahre sind es nun, dass ich Eishockey spiele.

Wie gehst du mit sportlichen Niederlagen um?

Am Anfang wurmt mich das schon, aber dann analysiere ich was schief gegangen ist und überlege, was und wo die Fehler und das Verbesserungspotenzial liegen. Mein Grundsatz ist, dass ich nicht spiele um zu verlieren, ich will immer gewinnen.

Was sind deine sportlichen Zukunftspläne?

Die sind noch völlig offen, ich möchte auf jeden Fall in einer Mannschaft bei der ich eine wichtige Rolle spiele und wir sehr lange in den Play Offs spielen.

Niki Meier beim Eishockey

DER FAMILIENMENSCH

Vermisst du eigentlich deine Heimat?

Auf jeden Fall! Die Berge fehlen mir schon sehr. Die Landschaft hier gibt mir einfach nicht das Feeling, das ich daheim habe.

Was denkt deine Familie über deinen Sport?

Meine Familie hat mich schon immer unterstützt. Meine Eltern mussten auch viele Opfer bringen, etwa wenn ich auf Trainingscamps in ganz Europa unterwegs war und deshalb der Familienurlaub ausfallen musste.

Was ist dein Lieblingsessen?

Definitiv Mamas Apfelstrudel 🙂

DER BUSINESSMAN

Obwohl du professionell Eishockey spielst, arbeitest du trotzdem Vollzeit bei LAMILUX. Wie schaffst du diese Doppelbelastung? Was motiviert dich dazu?

Die Arbeit hier bei Lamilux macht mir sehr viel Spaß, außerdem ist für mich die Arbeit ein super Ausgleich zum Eishockey spielen. Ich wüsste  gar nicht, was ich machen sollte außer nur Eishockey spielen. Meine übrige Zeit wäre mir viel zu schade zum Rumlungern.

Hilft dir dein sportlicher Erfolg auch im Job? Stichwort Ehrgeiz, Konzentration, Durchhaltevermögen, Ausgeglichenheit etc.

Ja, sogar sehr zum Beispiel beim Teamdenken oder Herangehen an Herausforderungen im Job. Aber am allermeisten, hat mir der Sport dabei geholfen, konstruktiv mit Kritik umzugehen, sie zu verstehen und zu akzeptieren.

Gibt es zwei Niki Meier? Business in der Arbeit und Kämpfer auf dem Eis?

Tatsächlich sagen viele Leute, dass es so ist und sie haben vermutlich schon Recht.  Meine Freundin meint es gibt sogar drei. 😉

Niki Meier Eishockey

"Am Wochenende trifft man mich in meiner Jogginghose zuhause, im Winter beim Skifahren in meiner "zweiten Heimat" den Bergen, oder am U-See joggen"

Ausbildungsberuf: Kauffrau für Büromanagement Lieblingsessen Nutella ;-)
Geht immer: Schokolade, Red Bull, Gelbe Post-its Das mache ich, wenn mal zu viel Geld übrig ist: In 80 Tagen um die Welt reisen
Geht garnicht: Borussia Dortmund, kalter Kaffee Helden meiner Kindheit: Michel von Lönneberga & Marvel´s the Avengers
Musikgeschmack: Hard Rock, Black Music, Rap, Hip Hop Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Winter
 

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